Hammelherde

alle am Strand 2016Solch ein Kommentar erdulden wir mit erhobenem Haupt und einem lachenden Kopfschütteln. Wir waren gerade auf dem Weg zum Bahnhof, mit ca. über 100 Mädchen und Frauen von Türkiyemspor Berlin liefen wir durch das Örtchen Ahlbeck auf Usedom zum Bahnhof, als uns ein Paar mittleren Alters entgegenkam und uns beleidigen wollte.

Mit der Mädchen & Frauenabteilung fuhren wir von Freitag bis Sonntag auf unsere alljährliche Sommerabschluss-Reise. Mittlerweile fühlen wir uns recht sicher, mit solch einer großen Gruppe, von den G-Mädchen bis zu den Frauen auf Tour zu gehen, diesmal trauten wir uns auch mal weiter weg und fuhren mit dem Zug ans Meer, Ostsee, Usedom, Seebad Ahlbeck.
Wir rechneten natürlich mit Strand, Sonne und Meer und nicht mit Wind und Regen und verlockenden Wellen, über die man mit hochgekrempelten Hosen hüpft.
Oben, direkt hinter den Dünen auf dem Gelände der Jugendherberge waren Mütter und TrainerInnen damit beschäftigt, die Klamotten trocken zu föhnen. Wieder trocken unten am Strand angekommen dauerte es allerdings nicht lange, bis die Kleinen wieder mit irgendeiner Frauenspielerin nach ober stapften um sich wieder neue Hosen anzuziehen. Was für ein Glück, dass sich die wenigsten an unsere Packliste gehalten haben und Klamotten für sechs Wochen eingepackt haben.
Es hat auch nicht die ganze Zeit geregnet, neben schwimmen, planschen, Wellen hüpfen und buddeln, spielten wir auch Volleyball, Rugby und natürlich auch Fussball. Eine besondere Herausforderung für Fußballerinnen ist immer das schlechte Handy-Netz im Osten, diesmal kamen noch erschwerend die fehlenden Steckdosen in den grossen Zelten, in denen wir schliefen, hinzu. Gerade für unser Teenagerinnen besonders schwer zu ertragen.
Samstag abend am Lagerfeuer am Strand kündigte ein extrem feuerroter Sonnenuntergang endlich schönes Wetter an. Es war ein wirklich besonders schöner Sonnenuntergang. Am Feuer haben wir lange getanzt und gesungen

Wir lieben alle diese Reisen, die Vorfreude ist immer gross und die Tage sind dann auch viel zu kurz, viele Mädchen wünschen sich einen weiteren Tag. Wir gewinnen sehr viel, der Zusammenhalt wächst, die Spielerinnen lernen sich auch altersübergreifend untereinander kennen, mitfahrende Eltern, die wir immer gerne einladen, mit uns zu fahren, lernen die Abteilung besser kennen.

Traurig, dass die jungen kleinen Mädchen Erfahrungen mit Rassismus und Verachtung machen müssen. Dem älteren Paar hat niemand etwas entgegnet. Wir sind einfach weitergegangen.

Hier noch unser VIDEO

 

Erfolgreich wie noch nie

Nicht nur unser 1.Frauenteam hat eine erfolgreiche Saison gespielt, sondern auch unsere Mädchenteams.
Die B Mädchen haben eine außergewöhnliche Saison hinter sich, mit Platz 3 in der Verbandsliga. Zudem sind sie bis ins Halbfinale des Pokals vorgedrungen und sind erst beim Elfmeterschießen gegen Hertha 03 gescheitert.
Die C Mädchen haben sich in der Verbandsliga gehalten und sich fußballerisch gut weiterentwickelt.
Nach schwierigem Beginn in der Hinrunde haben sich unsere E und D Mädchen in der Rückrunde in ihren Staffeln oben festgesetzt.
Außerdem konnten wir erfolgreich ein G und ein F Mädchen Team aufbauen, in denen mittlerweile über 40 Mädchen regelmäßig am Trainingsbetrieb teilnahmen.
Zudem haben wir es auch geschafft, zusätzlich zu unseren 7er Frauen auch ein 2. 11er Frauenteam aufzubauen, die sich sehr wacker in ihrem ersten Jahr in der Bezirksliga geschlagen haben.
In der neuen Saison wird Tùrkiyem mit 8 Mädchenteams und 3 Frauenteams am Start sein, mit über 200 aktiven Fußballerinnen.
Zu erwähnen ist auch dass in dieser Saison 10 Trainerinnen der Abteilung erfolgreich ihre C Lizenz erhalten haben.
Die Frauen-und Mädchenabteilung von Türkiyemspor ist gewappnet für die Zukunft.

EMaedVb2016 DMaedVb2016 CMaedVb2016 BMaedVb2016 7erLliga2016 BL2FR LLiga20161FR

K.O.-Runde bei den 3. Frauen

Mittwoch, 02. Dezember 2015

Das 2. Pokalspiel der K.O.-Runde stand an! Wir haben alles vorbereitet: Diesmal mit Coachingzonen plus Sitzbänke! Für die unsere Spielerinnen sollte es schon nach etwas aussehen, denn für viele war
dies überhaupt das erste Pokalspiel überhaupt. Die Qualifikation und die 1. Runde haben wir zwar mühelos gemeistert, doch auch nur, weil sich die Gegner zuvor zurückgezogen hatten. Also geht es heut in die Vollen: gegen einen Verbandsligisten. Den CSV Olympia um genau zu sein.

1. Halbzeit:
Das Spiel gegen BW Mahlsdorf Waldesruh war eine gute Vorbereitung, denn auch Olympia ging gleich aufs Ganze. So sehr, dass Spielerin Aletta unter starkem Druck zu einem Querpass durch den eigenen
Strafraum gezwungen wurde. Dies wurde von Olympia auch gleich ausgenutzt, doch Daniela lenkte den Ball ins Toraus! Also gab es Eckball: Olympia schoss ihn halbhoch in den Strafraum, wo auch eine
Spielerin bereit stand, den Ball mit der ausgestreckten Hand herunterholte und, als kein Pfiff kam, abschloss. Doch kein Tor. Nach 5 Minuten Spielzeit kamen wir zum ersten Mal in die gegnerische
Hälfte. Johanna hatte in der 7. Minute unsere erste Torchance, traf aber leider nicht. Ein Tor hätte den Druck bei unseren Gegnerinnen sicher etwas abgedämpft. In der 12. Schoss Olympia schließlich das erste Tor der Partie. Stand 0:1. Es ging hektisch weiter. CSV Olympia war durchaus in der Lage das ganze Spiel mit sehr hohem Tempo zu spielen nach dem Motto: Schenken wir ihnen soviele Tore ein, damit uns die Lust am Spiel vergeht. Doch wir konnten gegenhalten. Körperlich, doch Technisch hinkten einige Spielerinnen hinterher. Alle gaben ihr Bestes, so viel das zweite Tor erst 10 Minuten später. Nach dem 0:2 war endlich Zeit für das Debüt unserer neuen Spielerin Rabia! Ein wenig Startschwierigkeiten, hatte sie. Kam aber dann doch gut zurecht. Es ging mit dem Stand 0:2 in die Halbzeitpause.

2. Halbzeit:
Wir nahmen uns vor offensiver vorzugehen, mussten wir ja, wenn wir noch was drehen wollten und das Spiel einfach kampflos aufzugeben war nicht unsere Absicht. Das CSV Olympia mit dem Tempo runter gehen wird war uns auch bewusst. Doch gelang es Ihnen erneut mit solidem Kombinationsspiel die Defensive auszuspielen und schossen in der 6. Minute das 0:3. Unseren Spielerinnen reichte es: Unsere Vorstöße häuften sich und wir trugen den Ball immer öfter vor das gegnerische Tor. Beyza hatte noch eine schöne Chance versemmelt, indem sie den Ball erneut noch einmal nach vorne spitzelte anstatt richtig zu schiessen. Durch den Einsatz von Johanna und Beyza kamen wir zu mehreren Standards. Ein Freistoß war es sogar, der uns nochmal den nötigen Schub gab: Geschossen durch Tutku, kam der Ball zu Lucy, die etwas perplex dreinschaute, als der Ball auf ihrem linken Fuß lag. Bedrängt durch 2 Gegenspielerinnen entschloss sie sich zu der einzig richtigen Entscheidung: Sie schoss mit ihrem linken Fuß und… traf! 1:3 (15′)! Olympia musste noch mal ran, denn ein plötzlich euphorisiertes Team auf dem Feld tun und lassen was sie wollen, war ihnen doch zu risikoreich. Mittlerweile auf flache Bälle getrimmt schossen sie noch in der 24′ und 25′ zwei Tore. Wir hatten es ihnen auch zu einfach gemacht: wir haben den langen Ball gespielt und in der Mitte alles offen gelassen. Der Ball wurde nach vorne geschlagen, kam zurück und unsere Verteidiger mussten sich hoffnungslos in einem 3/5 Überzahl geschlagen geben. Nach rumkeifens des Trainers (mich) wurde dies unterlassen. Es wurden nochmal 5 Minuten Fußball gespielt und dann war es auch vorbei. Endstand 1:5.

Fazit: gute 45 Minuten, die letzten beiden Tore waren geschenkt. Ab dem 3. Tor wurden zu 90% flache Bälle für den Torabschluss genutzt, weil man unsere Torhüterin durchschaut hat. Im Spiel gegen Westend und auch gegen BW MW hat es Daniela deutlich besser gemacht. Sprich den Boden gesucht. Auch die große Lücke im Mittelfeld hat den Gegnerinnen in die hände gespielt, da sie einfach eine Überzahlsituation schaffen konnten. Die Offensive hat da nicht zurückgearbeitet, aber auch die Defensive bekommt schelte: sie stand 2 Meter vor der Torhüterin. Wären sie aufgerückt, hätte es auch die Gegnerinnen zurückgedrängt, weil sie nichts riskieren wollten. Sei es drum: Es war trotz der Niederlage eine ganz neue Erfahrung für viele Spielerinnen!

Es spielten: Daniela (Tor), Aletta, Tutku, Beyza, Azza, Lousienne, Johanna und Rabia.

IMG_9805

Trotz Einsatz kein Gewinn

Sonntag, 29. November 2015

Das Wetter spielte gut mit: im Gegensatz zu dem anschließenden Spiel unserer B-Mädchen, mussten wir uns nicht mit Regen herumschlagen. SC Westend war heute zu Besuch da! Es ging um 3 Punkte, die auf dem Rasen lagen. Nach der 5:0 Pleite gegen BW Mahlsdorf Waldesruh schienen sich die Spielerin erholt zu haben.

1. Halbzeit
Kaum 30 Sekunden gespielt, nahm sich Lousienne den Ball und schoss aufs Tor. Leider daneben. Das war ein Blitzstart von uns, doch auch die Gegnerinnen schafften es in der ersten Minute vor unser Tor. Die erste Ecke (3′) der Gäste gegen uns wurde solide geklärt, wobei unsere (6′) nicht gefährlicher war. Von unserer Seite aus wurde stellenweise gut zusammen gespielt. Vorstöße von Westend wurden oft durch solides Stellungsspiel zunichte gemacht und zwangen diese vermehrt zu Fernschüssen, welche Daniela ohne große Mühen herunterpflückte. In der 19. Minute geschah dann etwas, dass wir uns eigentlich dieses mal ersparen wollten: durch einen achtlosen Pass gelang es der rechten
Flügelspielerin von Westend in eine (zwar ungünstige) Schussposition zu kommen, war aber fest entschlossen den Ball hoch aufs Tor zu schiessen. Die Bogenlampe versenkte sich im langen oberen Eck des Tores. Tor (0:1). Westend stellte jetzt eine Spielerin hinter unsere Abwehr, welche versuchte hoch gespielte Bälle anzunehmen, doch von ihr sollte wohl diesen Tag keine Gefahr ausgehen. 10 Minuten später mit diversen Chancen für beide Seiten ging es zur Halbzeitpause. Stand 0:1.

2. Halbzeit: Türkiyem war gezwungen den Rückstand aufzuholen. Offensiv sehr präsent, dafür zerzaust in der Defensive. In der 35. Minute die erste Ecke. Der Ball hoppelt an zwei lauernden Spielerinnen vorbei und landet bei Beyza. Ihr Torschuss verwandelte sich aber schnell in einen Pressschlag. Der Ball rollte ins Toraus und nachdem Beyza, wegen des Zweikampfes, ausgewechselt wurde, gab es eine erneute Ecke. Diese wurde wiederholt werden musste, da der Schiedsrichter das Spiel
noch nicht freigegeben hatte. Wie vorhin angemerkt, wurde defensiv zurückgeschraubt. Nicht taktisch angewiesen, sondern schlecht gespielt. Was in der ersten Halbzeit gut funktionierte, wurde in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit vollkommen ausgeblendet. Es glich teilweise dem Geschehen auf einem Schulhof (wirres herumrennen und im Wege stehen). Als Dankeschön schoss erneut die rechte Flügelspielerin das 0:2 (45′). Diesmal aber aus 8 Metern nach zögerlichen Herauskommen unserer Torhüterin. Nach diesem Tor funktionierte wieder alles. Alles bis auf den Torabschluss. Chancen hatten Lousienne und Beza genug, um das Spiel noch zu drehen. Leider
wurde der Ball nicht richtig getroffen (Lousienne), oder gewartet, bis dieser doch noch in eine bessere Position rollt (Beyza). Letztendlich waren diese Bälle für die Torhüterin von Westend nicht mehr halb so
gefährich, wie sie eigentlich hätten sein müssen. Abpfiff! Stand 0:2.

Fazit: Es funktioniert. Wir können aus der Defensive das Spiel offensiv aufbauen. Es wurde in der ersten Halbzeit sehr gut zurückgespielt, wenn es keine Möglichkeit gab durch die Gegenspielerinnen zu kommen um das Spiel von Hinten wieder aufzubauen. Mögliche Laufwege oder Freiräume zu erkennen erfordert noch Übung, in einigen Spielsituationen aber gut ausgeführt. Anfangs fehlte die Kommunikation zwischen den Spielerinnen, welche im weiteren Spielverlauf deutlich zunahm. Mit den herausgespielten Torchancen bin ich vollkommen zufrieden. Der Abschluss sollte besser werden, habe ich dennoch Verständis für die betroffenen Spielerinnen. Da hilft nur wieder zum Training kommen!
Hätte man nur das Timing besser abgepasst… Hätte hätte Fahradkette würde Frau Wagner sagen: So vergaben wir leider 3 Punkte. Sie wären möglich gewesen.

Es spielten: Daniela (Tor), Aletta, Tutku, Jülide, Azza, Lousienne, Beyza und Johanna (Danke!).

IMG_0860

Wintereinbruch bei Türkiyem III

Sonntag, 22. November 2015

Kalt war es heute beim BW Mahlsdorf Waldesruh. Der Winter ist anscheinend vollends da. Beim Aufwärmen gab es einen leichten Hagelschauer; übers Spiel wurden wir aber, abgesehen von den tiefen Temperaturen, vom schlechten Wetter verschont. Es kam auch kurz die Sonne heraus. Diese behinderte zwar unsere Sicht aufs Feld, aber da während dieser Phase kein Tor fiel, müssen wir einen anderen Schuldigen suchen. Vielleicht die Tatsache, dass wir auf Naturrasen spielten?!

1. Halbzeit:

BW Mahlsdorf presste das ganze Feld und gab uns keine Luft irgendetwas zu machen. So fiel auch kurz nach der ersten Minute das erste Tor. Der Schock saß tief und die Gegnerinnen liessen nicht nach. Sie übten weiterhin Druck aus. Der Spielaufbau funktionierte dadurch nur sehr schwer. Erst in der
achten Minute schaffte es Tugba unter Druck einen Schuss Richtung Tor: leider knapp daneben. Es dauerte fast weitere 20 Minuten bis Türkiyemspor eine weitere Chance bekam. Ein Ausgleichstreffer wäre vielleicht ein Grund gewesen für BW ihren Druck hinunter zu schrauben, stattdessen trafen sie erneut kurz vor der Halbzeit (27. Minute). Abpfiff! Stand 0:2.

2. Halbzeit:

In der Vergangenheit haben wir oft bewiesen, dass wir Rückstände aufholen können, doch unsere Gastgeberinnen machten deutlich, dass wir uns den weiten Weg umsonst gemacht haben. In der 10. Minute schossen sie das 0:3. Zehn weitere Minuten das 0:4 und das 0:5 in der 23. Minute. Die Chancen (im ganzen Spiel) hätten nicht ausgereicht um den Ausgleich herbeizuführen.

Fazit:

Der Tabellenstand hat uns wohl in die Irre geführt. Wir wurden durch den Druck, den BW Mahlsdorf Waldesruh entgegen warf, ganz klar umgeworfen. Der Naturrasen war zwar eine neue Erfahrung für einige Spielerinnen, doch keine Ausrede wert, dass wir nicht wesentlich mehr zu bieten hätten (was wir auch definitiv in den letzten Spielen gezeigt haben). Man sollte das Ganze wie Teile eines Puzzles sehen: Die Uneingespieltheit des Teams und die fehlende Kommunikation auf dem Feld, zu große Abstände der Reihen in der Defensive (es wurde unzureichend zurückgearbeitet), das Anlaufen von Gegnerinnen wurde zum Ansprinten (das natürlich an der Puste zehrt). Viele Dinge, welche ich in den letzten Spielen eher minimiert wahrnahm, doch leider nicht bzw. kaum ansprach. So bin ich auch ein Teil dieses Puzzels, das im Ganzen ein eher unschönes Bild abgab.

Trotzalldem haben wir unseren Gastgeberinnen ein faires Bild von uns Hinterlassen!
Und wie heißt es so schön? „Man sieht sich immer zweimal im Leben“, nunja spätestens in der Rückrunde. Bis da hin werden wir an uns arbeiten.

Danke an Elvan und Johanna für’s Aushelfen!

Es spielten: Daniela (Tor), Aletta, Elvan, Johanna, Tugba, Lousienne und Beyza.

IMG_9805