„Total Bock auf Türkiyem“ – Unsere E-Mädchen-Trainerinnen im Interview

Lara, Sinem und Annika sind seit einigen Jahren Trainerinnen und viel länger Spielerinnen bei Türkiyemspor. Im Interview sprechen sie darüber wie sie eigentlich dazu gekommen sind, was so besonders an ihren E-Mädchen ist und warum sie bei Türkiyem sind.

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Lara, Sinem und Annika (v.l.n.r.)

Wer seid ihr und was macht ihr bei Türkiyemspor?

Annika: Ich bin Annika, ich bin 30 Jahre alt und Trainerin der E- und F-Mädchen bei Türkiyemspor. Daneben spiele ich auch selber in Türkiyemspors 11er-Frauenteam in der Landesliga mit. Meistens spiele ich in der Abwehr, im Zentrum oder auf den Flügeln. Da ich beidfüßig bin kann ich sowohl links als auch rechts spielen.

Sinem: Ich bin Sinem und bin vor kurzem 19 geworden. Zusammen mit Lara und Annika trainiere ich die E- und F- bei Türkiyemspor und bin seit mittlerweile 2 Jahren als Trainerin tätig. Ich selbst spiele schon seit mehreren Jahren Fußball und bin jetzt im 3. Jahr bei der 11er Frauen von Türkiyemspor.

Lara: Hi, ich bin Lara, 19 Jahre alt und Trainerin der E- und F-Mädchen. Ich spiele selber seit 2006 bei Türkiyemspor und habe damals mit Sinem zusammen als Spielerinbei den D-Mädchen angefangen. Mittlerweile spielen wir unser drittes Jahr bei den Frauen.

Wie seid ihr Trainerinnen geworden seid und warum bei Türkiyemspor?

Lara: Ich weiß nicht genau wann das angefangen hat. 2012? Pelino (Anm.: der damalige E-Mädchen-Trainer) brauchte Hilfe bei den E-Mädchen. Da bin ich eingesprungen. Irgendwann hat sich daraus mit Sinem und Annika eine 2. E entwickelt, kurze Zeit später waren wir dann das feste E-Mädchenteam. Jetzt haben wir bald unsere C-Lizenz. Man wächst da so rein. In einem anderen Verein kann ich mir das garnicht vorstellen. Türkiyem ist wie eine große Familie die man nicht loswerden kann und will.

Sinem: Ich glaube es war nach einem Spiel oder Training der 11er Frauen, damals haben Giovanna und Murat (Anm.: die Abteilungsleitung) bei uns Frauen rumgefragt, ob nicht jemand Pelino bei den E-Mädchen helfen will. Da dachte ich „Wieso nicht?“ und hab zugesagt. Damals kannte ich die Mädels nur vom sehen oder auch von unseren Türkiyemfeiern, aber großen Kontakt hatte ich vorher nicht. Mittlerweile ist es für mich etwas Großes. Ich bin glücklich und froh darüber, wie sich eine oder eher meine spontane Zusage, aber auch Entscheidung von damals da zu helfen und jetzt Trainerin zu werden, so ausweitet und ein Teil meines Lebens wird. Jetzt aufzuhören oder Trainerin einer anderen Mannschaft zu sein kann ich mir garnicht vorstellen.

Annika: Wie Sinem und Lara schon gesagt haben, wurde damals im Frauenteam nachgefragt. Vielleicht haben Murat oder Giovanna mich auch bequatscht das zu machen. So genau weiß ich das jetzt nicht mehr. Wieso Türkiyemspor? Komische Frage. Next! Ist halt Familie.

Was ist das Besondere an euren E-Mädchen?

Lara: Ich hab noch keinen Streit zwischen den Mädels mitbekommen. Sie sind die coolsten Kids der Welt.

Sinem: Die Mädels sind voller Energie und reißen einen total mit.

Annika: Die haben total Bock auf Türkiyem und sind überall mit dabei – egal ob Winterfest, Sommerfahrt oder spontan zum Turnier mitzufahren.

Lara: Die jüngeren lernen von den älteren Kindern! Malena aus der E hilft Lena aus der G beim umziehen. Als Beispiel. Oder Mila aus der F hilft bei den G-Mädchen als Trainerin aus.

Welche Ziele habt ihr mit euren Spielerinnen und wohin soll es für euch als Trainerinnen gehen?

Annika: Wir wollen als erstes und wichtigstes Spaß am Fußball und Fairplay vermitteln. Fairplay beginnt im eigenen Team. Das heißt für uns Teamgeist, füreinander Einstehen und sich gegenseitig unterstützen. Wenn wir dann noch Kreativität und Selbstbewusstsein fördern können, sind wir sehr zufrieden. Das Erlernen der Technik und erste taktische Überlegungen kommen dann automatisch.

Lara: Wir versuchen jedes Mädchen ihrem Leistungsstand entsprechend zu fördern. Jede die Bock auf Fußball hat kann zu uns kommen.

Annika: Als Trainerin ist es mir sehr wichtig ein abwechslungsreiches, spannendes Training zu bieten. Dabei versuchen wir die Übungen so zu gestalten, dass gute Technik und Kreativität zu Erfolgserlebnissen führen. Praktisch heißt das, dass die Mädchen keine Lernziele vorgegeben bekommen sondern sich das von uns gewünschte Ziel in der Übungsform widerspiegelt. Zum Beispiel Punktgewinn bei gelungenem Zspiel durch im Feld verteilte Hütchentore zur Förderung der Passgenauigkeit.

Sinem: Ich kann mich da nur anschließen. Man will natürlich, dass unsere Spielerinnen sich gut entwickeln und nach jedem Training etwas gelernt haben. Dafür müssen die Mädels zuallererst Spaß am Fußball haben. Sobald beispielsweise eine neue Spielerin das zweite mal zum Training kommt, weiß ich meistens schon ab da, dass sie Lust und Spaß am Fußball und auf uns hat. Es freut mich immer wieder zu sehen, wenn eine Spielerin in so kurzer Zeit, so vieles gelernt und sich dabei so gut entwickelt hat. Das macht mich persönlich mega happy.

Lara: Also egal ob Anfänger oder Halbprofi. Wir spielen mit allen Fußball! Eine Spielerin die fast alles kann bekommt eine Extra-Aufgabe. Sie soll jedes zweite Tor mit Links schießen. Die Anfängerinnen spielen auf größere Tore. Die neuen Spielerinnen werfen sich den Ball hoch und Schießen. Die Erfahreneren laufen zu zweit gegeneinander durch einen Parcours und müssen sich einen hoch geworfenen Ball erkämpfen und aufs Tor schießen.

Abschließend: „Meine Tochter sollte bei Türkiyemspors E-Mädchen Fußball spielen weil …“

Lara: … sie so Teil einer großen fußballbekloppten Familie wird.

Annika: Perfekt, Lara. Alles auf den Punkt gebracht

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